Tierhilfe Verbindet e.V.


Header Section


Main Content

TIERHILFE VERBINDET stellt vor

Ein spanischer Engel…

 


Immer wieder werden wir gefragt, wie wir von den Hunden in Tötungsstationen erfahren. In der Regel erhalten wir Fotos ohne weitere Angaben auf denen die Hunde zu sehen sind, die in den spanischen Tötungsstationen auf Rettung warten. Nie kann mal alle retten, immer heißt es auszuwählen, in der Hoffnung, dass die anderen Hunde von anderen Tierschutzorganisationen rechtzeitig gerettet werden, aber jede Tierschützerin weiß, dass sicher nicht alle Hunde überleben werden. Die Auswahl ist hart, so mancher Gesichtsausdruck, so manche Augenpaare verfolgen einen dann bis in den Schlaf.
Aber wir sind selbst nur selten in Spanien, sehen nur selten die Hunde direkt vor uns, riechen nur selten die Angst, die Verzweiflung, werden nur selten mit flehendem Blick angesehen, hören nur selten das Winseln, das Schreien und die Not.

Aber es gibt Menschen, die mehrmals die Woche hinfahren. Die, die Zwinger dann reinigen um die Hunde aus dem schlimmsten Dreck zu befreien, ihnen Essen und Wasser zu geben, frisch geborenen Welpen eine Decke unterzulegen, Mut zusprechen und wenigstens kurz mit Liebe und Respekt diesen Tiere begegnen. Für die Hunde sind es diese Menschen, die Hoffnung bringen, die den ein oder anderen rausholen und deren ganze Liebe sie spüren

Eine dieser Personen ist Mari Angeles, die wir Ihnen hier gerne vorstellen möchten...

Sie leistet Unglaubliches in der Tötungsstation in Badajoz. Sie fotografiert die Hunde und schickt die Bilder an verschiedenen Tierschutzorganisationen, in der Hoffnung, dass viele Hunde dadurch raus kommen. Oftmals erreichen uns E-Mail mit 10, 20 oder 30 Hunden, die so dringend gerettet werden müssen, doch leider müssen wir, wie bei jeder Nachricht von Mari Angeles eine Entscheidung treffen…
Hunde, die schon auf der Tötungsliste des nächsten Tages stehen, nimmt sie mit nach Hause, wenn sie Platz hat. Aber ihr Platz ist natürlich begrenzt und bei vielen Hunden weiß sie, dass sie bei ihrem nächsten Besuch nicht wieder sehen wird.
Kranke Hunde nimmt sie nach Möglichkeit mit und lässt sie operieren, mit Medikamenten behandeln, rettet sie schon einfach oft durch ihre Zuwendung, wenn sie sie in ihren Armen rausholt.
Hunde, die von Tierschutzorganisationen reserviert werden, lässt sie durch ein Transportunternehmen, ähnlich einem Taxi, in die Auffangstationen der jeweiligen Organisation fahren. In unserem Fall fahren sie dann erst Mal nach Barcelona, wo sie gesund gepflegt, geimpft, gechipt und ihr Blut auf mögliche Infektionen getestet werden.
Mari Angeles mag vielen Hunden wie ein Engel vorkommen und ihre Aufgabe ist auch keine andere. Sie rettet Tiere wie ein Engel und schützt sie oft vor der Gefahr des getötet Werdens.
Sie gibt ihre ganze Kraft, ihre Liebe, bewahrt sich dabei ein immenses Organisationstalent, hat einen Blick fürs Detail und glaubt immer noch an das Gute in den Menschen.
Unsere Hochachtung für ihre Arbeit ist in Worten nicht auszudrücken...


Hier kommt ihre Geschichte, mit der alles begann:

Normalerweise schreibe ich nicht gern über mich und über meine Arbeit, denn das Wichtige sind die Hunde um mich herum, denen ich helfen kann…
Ich erzähle Dir meine Geschichte aus dem Tierschutz und nachher nimmst Du draus was Du magst. Und wenn ich mir selber zu viele Blumen schenke, schneide sie bitte ab. :-)
Ich war erst Mitglied von einem Tierschutzverein von Badajoz, und zahlte meinen Beitrag. Ich glaubte, ich hätte alles Nötige getan. Aber dann geschah mir ein Unglück, und wenn ich heute daran denke, muss ich immer noch weinen …
In meinem Haus gab es vier Hunde, aber meine große Liebe war Toti, eine kleine Pekinesen-Mischungshündin, die seit ihrer Geburt blind war. Sie lebte 7 Jahre an meiner Seite und wir trennten uns noch nicht mal zum schlafen voneinander. Toti reiste mit mir üüberall hin, doch eines Tages lief sie aus dem Haus. Ich suchte sie 4 Tage und Nächte lang, ihr Foto kam in die Presse, sie kam ins Radio und ich habe mehr als 500 Plakate aufgehängt mit ihrem Foto. In der Perrera habe ich sie gesucht - einfach überall…
Eine Frau fand Toti und brachte sie in eine Tierarztklinik die mit dem Tierschutzverein zusammenarbeitete. Die Tierärztin tötete meine Toti sobald sie zur Tür herein kam. Wörtlich sagte sie später zu mir, dass die Hündin alt, hässlich und blind sei und sie den Hund auf den Müll geworfen hat.
Die Frau, die Toti gefunden hatte, rief mich an um mir zu sagen, dass sie sie dort in der Klinik abgegeben hatte - stell Dir meinen Wahnsinn vor, als ich diesen Horror erfuhr!!!
Es machte mich so unglaublich wütend, dass ich der Tierärztin am liebsten die Haare einzeln rausgerissen hätte und ich weiß nicht was passiert wäre, wenn nicht Jemand dazwischen gegangen wäre…
Ich habe den Tierschutzverein um Hilfe gebeten, das Veterinärskolleg, die Verwaltung von Extremadura, und die Polizei. Doch bis heute hat mir nie jemand geantwortet.
Meine Hündin Toti hatte einen Chip - es hat ihr nichts genützt…
Ich habe diesen Tierschutzverein verlassen und beschlossen, all den ausgesetzten Hunden zu helfen.

Das ist der Anfang meiner Geschichte...

 

 

Seit dem Anfang von Mari Angeles Geschichte hat sie vielen Tieren das Leben gerettet und ihnen gezeigt, dass es sich lohnt zu kämpfen.
Eine dieser armen Seelen, die mit Hilfe von Mari Angeles wieder ein Strahlen in den Augen haben, ist z. B. der Boxerrüde Papi. Aus welchem Grund er in der Perrera entsorgt wurde ist, wie so oft, unbekannt. Sein Fell bestand aus vielen großen nackten Flecken, offenen und eitrigen Fleischwunden und er war ein Bild des Grauens:
Und das ist Papi heute - erinnerst Du Dich an ihn Siehst Du, dass ist es was wichtig ist. Das ist meine Arbeit - die schönste Arbeit der Welt!!!!!

 

 

Und die Geschichte geht weiter:

Ich fand drei weitere Leute, die mit der Art der Zusammenarbeit des Tierschutzvereins unzufrieden waren und wir vereinten uns, um gemeinsam zu arbeiten. Zusammen haben wir viele Papi 6Dinge erreicht, aber Eine von ihnen ging dann nach Logroño um dort zu leben, die Andere arbeitet jetzt in Madrid und so blieb mir nur Ester, die ich um Hilfe bitte wenn ich nicht mehr kann.
Ich habe einen Verein gegründet um mit MRW (dem Transportunternehmen) arbeiten zu können und um ein Bankkonto zu haben, um Spenden erhalten zu können. Natürlich könnte ich auch Mitglieder für meinen Verein suche, Veranstaltungen organisieren und verschiedene große Firmen um Hilfe bitten, aber es fehlt für all dies die Zeit.

 

 

Seit drei Jahren gehe ich nun jeden Sonntag und jeden Feiertag in die Perrera hoch, denn dann haben die Angestellten dort frei und Niemand versorgt die Tiere. Ich mache dort sauber, gebe ihnen Wasser und Futter, befreie sie von Zecken und Flöhen, mache Fotos und verteile diese dann an die verschiedenen Organisationen und Tierschutzhelfer, um sie vor dem Tötungstermin rausholen zu können.
Ich habe seitdem ein gutes Verhältnis zu den Arbeitern in der Perrera, denn mit einem Lächeln gelangt man weiter als mit einem Streit… Ich habe es geschafft, dass ich kranke und verletzte Tiere mit in die Klinik nehmen kann. Ich habe den Perreraschlüssel bekommen und kann so hingehen wenn es ein Problem gibt. Und sie rufen mich an wenn sie meinen, dass ich helfen könnte. Wie zum Beispiel bei den kleinen Welpen die ankamen, denn die wären sonst schon längst tot… 

 

 

 

Wenn ich dann alle Fotos weitergeleitet habe und weiß wer adoptiert wird, gehe ich jeden Mittwoch wieder in die Perrera um heraus zu finden, wer vielleicht das Glück hatte und direkt adoptiert wurde.

Gegen 12:30 Uhr gehe ich dann mit den Fotos der Hunde, die wir rausholen werden und habe 20 Euro an das Amt für jeden Hund zahlen müssen. Donnertags werden sie geimpft und gechipt und ich hole sie ab. Die Kranken und Welpen und einige Andere nehme ich mit zu mir nach Hause, denn bis zu acht Tieren kann ich auf einem Gelände unterbringen, das ich für sie eingerichtet habe. Die anderen Tiere bringe ich in eine Pension in Portugal und von dort werden sie dann weitergeschickt sobald sich eine Transportmöglichkeit findet. Das Wichtige ist erst einmal, dass möglichst alle Tiere hier aus der Perrera raus kommen können!
Den Rest der Woche verbringe ich dann damit, dass alle Papiere für die Tiere vorbereitet und zusammengestellt werden, meine vierbeinigen Schützlinge auf dem Land versorgt sind und so habe ich keine Minute mehr frei…

Während ihrer Arbeit erlebt Mari Angeles oftmals viele traurige und erschütternde Schicksale, denn viele Tiere kommen in einem mehr als erbärmlichen Zustand in die Perrera. Und sie weiß auch, dass sie viele der Tiere, die nicht von anderen Organisationen und Helfern adoptiert werden können, bereits bei ihrem nächsten Besuch nicht wieder sehen wird…

 

   

 

Doch es gibt auch erfreuliche Dinge, die ihr und uns zeigen wie wichtig es ist zu helfen:

„Immer scheint es als würde ich nur traurige Fotos schicken - diesmal nicht. Sie sind von einem Sonntagnachmittag, nachdem ich aus der Perrera kam und die Hunde auf dem Land zu versorgen hatte. Da hab ich mit den Welpen gespielt und mich an ihnen gefreut. Für eine kleine Zeit war ich glücklich…
Ich könnte sie hier leicht zur Adoption geben, aber in einem Jahr hätte ich sie wieder, oder ihre Kinder in der Perrera…
Mari Angeles, Mai 2007 

 


 Eine Sache die dabei nicht vergessen werden darf:



Alle Hunde, die Mari Angeles mit nach Hause nimmt und die nicht von Tierschutzorganisationen sozusagen reserviert wurden, finanziert sie selbst. Sie trägt für sie die Impf-, Chip und oftmals langwierigen Behandlungs- und Operationskosten. Auch das Essen, dass sie in die Tötungsstation bringt, alles wird von ihr privat finanziert.
Diese Kosten sind natürlich nicht unerheblich, denn besonders bei kranken oder verletzten Tieren ist es im Vorfeld nicht möglich abzuschätzen, wie teuer ihre Behandlung sein wird. Doch jedes Tier hat eine Chance verdient und so kämpft sie gemeinsam mit den Tierärzten und ihrer ganzen Liebe und Fürsorge für jedes einzelne Geschöpf ohne an ihren Geldbeutel zu denken.
Dringend nötig wäre auch der Bau eines Welpengeheges auf dem Grundstück von Mari Angeles. Dies wäre in Moment ihr größter Traum... Die Tötungsstation ist derzeit voll von Welpen, viele davon könnten gerettet werden, aber dazu braucht Mari Angeles eine Möglichkeit die Welpen unterzubringen, bis sie gesund und ausreichend stabil für den weiteren Transport sind. Das Gelände wäre vorhanden, aber ein ausreichend gesichertes, einbruchssicheres Gehege kostet sehr viel Geld. Das Gehege kostet über 3500 €, damit es wirklich sicher ist und die Welpen gut untergebracht sind.
Vielleicht wird ihr Traum durch Sie bald wahr...

 

 

Allein stößt Mari Angeles Hilfsbereitschaft leider immer wieder an Grenzen und darum möchten wir Mari Angeles mit diesem Bericht unsere Unterstützung anbieten. Denn nur wenn viele Menschen erfahren wie ihre Tierschutzarbeit aussieht und mit welchen Mitteln sie um das Wohl der vielen Hunde kämpft, kann man ihr helfen.

 

 

Sollten Sie Mari Angeles und ihre Arbeit finanziell in Form einer Spende unterstützen wollen, stellen wir Ihnen gerne den Kontakt zu einer Übersetzerin her, damit Sie Mari Angeles direkt anschreiben können. Die Übersetzerin wird Ihre E-Mail für Sie auf Spanisch übersetzen und an Mari Angeles weiterleiten, damit Sie helfen können.

Bitte helfen Sie!

Vielen herzlichen Dank im Namen vom Mari Angeles und ihren Schützlingen!!!
Tina Hamp und Nadine Wilbert
Mai 2007

Es werden auf dieser Seite alle eingegangenen Spenden aufgelistet!


Eingegangene Spenden bis August 2008:
Nadine Becker aus München: 40 €
Jens A.: 5 €
Susanne L.: 15 €
Siglinde Rauch: 50 €
Manon B.: 60 €
Edith S.: 100 €
Jenny G.: 10 €
Ohne Namen: 1000 €
Sabine Zäch: 250 €
Marion Kleist-Schörling: 50 €
Nicole Bensch: 20 €
Joachim S.: 300 €
Tanja Achmüller: 50 €
Magdalena V: 20 €
Roland und Anita Sch.: 50 €
Regina R.: 10 €
Erika F.: 50 €
Michaela P.: 50 €
Andreas R.: 150 €
Dr. Alfed k.: 30 €
Alexander B.: 10 €

Anna Susanne G.: 15 €


Side Column