Tagebuch

immer aktuelle News!

 



"Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht.“ Heinz Rühmann

4bea18bebdea3b515bf4a58288522498.jpgbarbasgeschoren.jpgbarbaspascha.jpgbschnee.jpgimg_1597.jpg

Ein ganzes Jahr ist es nun vergangen, seit Barbas bei uns eingezogen ist.
Zusammenfassend kann ich sagen: Das Leben mit einem Hund ist noch viel
schöner und erfüllender als ich es mir ausgemalt hatte. Obwohl ich Hunde
von Freunden und vom Gassigehen für den Tierschutz kannte und sogar schon
tagelang mit Hunden gelebt hatte, übertreffen die Freuden mit unserem
eigenen Hund meine höchsten Erwartungen. Manchmal summe ich vor mich hin:
„….looks like love has finally found me….“, eine Zeile aus dem Song: „I
wanna know what love is“.

Stubenrein war er sofort. Aber mit unseren Katzen klappte es nicht von
Anfang an und er verbellte sie regelrecht. Unsere weibliche Katze Lia war
einmal so sauer auf ihn, dass sie in die Tiefgarage flüchtete.
Glücklicherweise fanden wir sie gleich wieder. Barbas begriff aber bald,
dass die Katzen hier einen hohen Rang innehaben und wir sein Gebell nicht
wünschen. Überhaupt merkten wir sehr bald, wie sehr er alles versuchte, um
es uns recht zu machen, auch wenn sein Terrier-Eigensinn ihm dabei
manchmal in die Quere kommt. Erschreckt bemerkten wir, dass er Angst
hatte, geschlagen zu werden, wenn wir energisch mit ihm sprachen oder
dabei gar die Hand ausstreckten. Dann duckte er sich und fletschte und
knurrte. Aber auch das legte sich bald, als der arme Kerl merkte, dass er
von uns außer einem „ernsten Wort“ nichts zu befürchten hat.

Im Dezember wurde dann leider sein Auge so krank, dass es schon nach einer
Amputation aussah. In der Klinik kämpften die Tierärzte und Pfleger
buchstäblich Tag und Nacht um sein Auge, Gott sei Dank mit Erfolg. Was ihm
genau fehlte, fanden wir nicht heraus, glauben aber, dass es in
Zusammenhang mit seinem positiven Leishmaniose Befund steht. Es war
rührend zu sehen, wie er sich an die anfangs so gefürchteten Augentropfen
gewöhnte und die Aussicht auf das Leckerli danach ihn sogar freiwillig den
Kopf nach hinten legen ließ.  Bei einer seiner Augen OP’s wurde eine
Zahnsanierung durchgeführt. Seitdem sind seine verbliebenen Zähne
strahlend weiß und bringen ihm viele Komplimente ein.

Wir staunten mit der Zeit, was ein Hund so alles an Ausstattung „braucht“,
zumindest "in unseren Köpfen": ;-) Außer Bettchen im Wohnzimmer und im
Schlafzimmer ein Leuchthalsband, Biothane Leinen natürlich in verschiednen
Farben passend zu unserem Outfit, Regenmantel, Wintermantel, Leckerlis und
„Kauknochen" ohne Knochen, Haut oder Innereien. Überhaupt die Ernährung:
da es nur wenig Angebot für Leishmaniose positive Hunde gibt, koche ich
selber für ihn mit viel Gemüse und viel Protein aus purinfreier Süßlupine,
aber auch Muskelfleisch und dann wird natürlich angereichert mit
Mineralien und Hüttenkäse, Joghurt und Ei, da diese ebenfalls purinfrei
sind.  Und Barbas liebt Süßes abgöttisch! Damit haben wir natürlich ein
tolles Erziehungsmittel für ihn, für das er alles tut. Am liebsten mag er
Banane Stückchen. Zur Zeit ist er ganz wild darauf, mit uns zur Streuobst
Wiese in der Nähe zu gehen, wo es für ihn Zwetschgen- und Birnen-Stücke
gibt.

Im Frühling entdeckten wir die erste Zecke an ihm und dass dieser wegen
seiner Haarpracht schwer zu finden gewesen war. Also ließen wir sein Fell
Millimeter kurz scheren. Seitdem sieht er putziger aus denn je und bei
Spaziergänge hören wir, vor allem von Kindern „was für ein süßer Hund!“ Da
mein Mann in Rente ist, geht er mit Barbie mindestens 2 Stunden täglich
spazieren, allerdings mit Pausen. Und am Abend gehe ich noch mal mit ihm
los. Dass dies unseren Figur-Problemen außerordentlich gut bekommt, muss
ich wohl nicht erwähnen. Obwohl wir uns schon immer gerne im Freien
aufhielten, bekamen wir Dank unseres Hundchens  einen noch mal
intensiveren Zugang zur Natur und zu den Jahreszeiten. Ich erinnere mich
an den wunderschönen Herbst, an den Schnee, der Barbas viel Spaß machte
und natürlich an das Beste von allem, den Frühling. Mit anderen Hunden
kommt er ganz unterschiedlich gut zurecht. Wir haben herausgefunden, dass
er keine umkastrierten Rüden mag. Mit Hündinnen hat er überhaupt kein
Problem und einige Freundinnen gefunden: die Trixi, die Katinka, die Luna,
die Maja, die Molly, die Bella und die Sara. Aber auch einige kastrierte
Rüden mag er, wie z.B. den Seppi, den Ronnie und den Foxtrott.

Barbie ist ein ganz großer Schmuser und er will natürlich immer und
überall mit dabei sein. Autofahren war von Anfang an kein Problem.
Alleinsein muss er nur in Ausnahmefällen und es funktioniert ganz gut.
Von unseren Nachbarn wissen wir, dass er dann nicht bellt. Nur wenn es
länger als vier Stunden dauert, was aber kaum je passierte, ist er
vorwurfsvoll bei unserer Rückkehr und brummt und bellt uns an, um uns von
seinem Kummer zu erzählen.

Bald schon steht unser erster Urlaub mit Hund an – selbstverständlich in
der Natur. Obwohl wir keine Befürchtungen haben, sind wir doch gespannt,
ob alles glatt geht und er sich in der fremden Umgebung wohl fühlt. Dann
wird wieder sein GPS–Sender zum Einsatz kommen, den er in den ersten
Monaten immer bei sich trug.

Christine E.

 

Vielen herzlichen Dank für diese Liebeserklärung.

 

Back


>
Impressum Kontakt
K

Helfen Sie mit!

Unterstützen Sie uns durch einen Einkauf bei Unternehmen, die uns helfen wollen!

 Zooplus

Menu