Tierhilfe Verbindet e.V.


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Projekt "Leuchtende Katzenaugen"

Unser Projekt "Leuchtende Katzenaugen" -
Wenn Augen wieder leuchten....

 

Einige unserer Katzen kommen über den regionalen Tierschutz, also aus Familien vor Ort zu unserem Verein. Diese Katzen versuchen wir nach Möglichkeit den Aufenthalt in einer Pflegefamilie zu ersparen (zusätzlicher Platzwechsel!) und sie direkt von einer Familie in die andere zu vermitteln, soweit dies möglich ist. Aber auch in unseren Pflegefamilien finden sie immer wieder Aufnahme.

Weit öfter aber finden Sie auf unserer Homepage Katzen aus dem Ausland, vorrangig aus Katalonien. Dort herrschen sehr widrige Umstände, sowohl für die TierschützerInnen als auch für die Vierbeiner. Die ausländischen Kolleginnen und Kollegen müssen ihre Arbeit oft unter schlechten Bedingungen ausführen, sie erhalten meist keinerlei Hilfe vom Staat und müssen sich auch häufig mit Anfeindungen auseinandersetzen.

Unsere Katzen kommen entweder aus Tötungsstationen, aus den Auffangstationen der Vereine "Animals Sense Sostre", "El Jardinet", "Gats Urbans" und "SOS Gats" oder aus dem Tierheim Castellbisbal.

 

Katzen aus Perreras

Ihr Schicksal wird sein, entweder innerhalb einer sehr kurzen Frist neue Besitzer zu finden oder – falls sich niemand für sie interessiert – getötet zu werden.

In einer Tötungsstation (einer sog. Perrera - übersetzt "Zwinger") werden die Tiere während ihrer Aufenthaltsdauer weder ärztlich versorgt, noch gut gefüttert, geschweige denn mit Respekt und Würde behandelt. Sie sitzen in der Regel in kleinen, verdreckten Käfigen, ohne ein Kissen, eine Kratzmöglichkeit oder einen Unterschlupf. Sie sind Wegwerfprodukte in einem Land, in dem es viele Menschen nicht zu interessieren scheint, was mit ihnen passiert.

Die Tötungsmethoden in den Perreras sind unterschiedlich, die Kosten hierfür werden meist staatlich bezuschusst. Jedoch nicht jede Perrera tötet regelmäßig, in manchen Orten ist das Töten inzwischen nicht mehr erlaubt. Allerdings kann eine Ausnahmegenehmigung zum Töten erteilt werden, sobald die Perrera diese beantragt. Und in der Regel ist es nicht schwer diese Ausnahmegenehmigung zu erhalten ...

Mit der Tötungsstation in Begues haben örtliche Tierschützerinnen eine gewisse Art der Zusammenarbeit erreichen können. Es wird den Tieren hier meist eine Grundversorgung in Form von Futter und Wasser zur Verfügung gestellt und die Besitzerin der Perrera ist bereit, zusammen mit einem Tierarzt die Katzen für die Ausreise vorzubereiten. Die Katzen sitzen aber wie in anderen Perreras in verdreckten Käfigen, haben kein Kissen, keine Kratzmöglichkeit, keine Möglichkeit sich zu verstecken...

 


Drei kleine Katzenkinder versuchen sich hintereinander zu verstecken....


Diese Katzen werden von dort aus direkt nach Deutschland geschickt, sobald sie die Einreisebestimmungen erfüllen. Die Katzen, die wir von dort übernehmen, werden grundsätzlich erst mal in einer unserer erfahrenen Pflegestellen aufgenommen, um zu sehen, wie sie diese Zeit überwunden haben. Eine Vermittlung an Familien erfolgt erst, wenn sie sich in der Pflegestelle entsprechend stabilisiert haben.

 


In verdreckten Käfigen versuchen sich die Katzen irgendwie zu verstecken...

 

Die Katzen aus anderen Tötungsstationen müssen noch einen Umweg in Kauf nehmen und werden in den verschiedenen Auffangstationen der spanischen Kolleginnen gepflegt und für die Reise vorbereitet.  Denn die meisten Perreras sind nicht bereit die Katzen zu versorgen und alle nötigen Maßnahmen durchzuführen, die es braucht, um die Einreisebestimmungen nach Deutschland zu erfüllen. In den meisten Lagern interessiert das Leben einer Katze niemanden und bevor man sich Mühe macht, wird sie eher getötet. So nehmen die Kolleginnen diese Katzen auf, soweit es ihnen möglich ist, und bereiten sie für die Reise ins Happy End vor. Einen bildlichen Eindruck einer Tötungsstation und auch der Katzenauffangstationen finden Sie in unseren verschiedenen Berichten.
 

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Der Verein "Animals Sense Sostre" beherbergt in seinen zwei Tierstationen immer mindestens um die sechzig Katzen. Aufgrund finanzieller Probleme sind die Katzen leider meist auf sehr engem Raum untergebracht, da die Anmietung weiterer Objekte nicht zu schultern ist. In der letzten Zeit haben wir - dank vieler Tierfreunde - viele Kratzbäume und Spielzeuge in die Stationen bringen können, um den Katzen dort wenigstens mehr Abwechslung ermöglichen zu können. Es fehlt dort wirklich an Vielem, auch wenn die HelferInnen mit viel Mühe und Engagement ihr Bestes geben. Da wir regelmäßig vor Ort sind, kennen wir fast jede der von uns vorgestellten Katzen persönlich und konnten Fotos und Videos erstellen.
 

Katzenstation Olesa - Animales Sense Sostre  Katzenstation Olesa
Katzenstation Olesa

 

Katzenstation Sense Sostre - Vallirana
Katzenstation Vallirana
 

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Ein Vorzeigeobjekt ist das Tierheim Castellbisbal mit seinen angeschlossenen Wohncontainern, in denen die Samtpfoten betreut werden. Geleitet wird es von Monica Planas. Dieses Tierheim ist eine ehemalige Tötungsstation, die Dank Monica Planas vor vielen Jahren in ein Tierheim umfunktioniert wurde und in der die Tiere nun mit Respekt und Liebe behandelt werden, ordentlich versorgt sind und vor allem nicht mehr getötet werden.

 


Eingang zum Tierheim

 

Monica nimmt ausgesetzte, abgeschobene, verletzte und kranke Katzen auf. Die Katzen in den Wohncontainern haben Kratzbäume und Spielmöglichkeiten und werden sehr gut medizinisch versorgt, da Monica selbst Tierärztin ist. Auch Streicheleinheiten sind hier an der Tagesordnung, soweit es die viele Arbeit der Kolleginnen zulässt. Aber auch ihre Kapazitäten sind oft erschöpft und so werden auch für diese Katzen dringend Pflege- und Familienplätze gesucht, damit andere in Not nachrücken können. Die MitarbeiterInnen im Tierheim Castellbisbal können sehr gute Charaktereinschätzungen über ihre Schützlinge geben und beantworten uns auch jederzeit Rückfragen zu den verschiedenen Katzen.

  Tierheim Castelbisbal - Katzencontainer 



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Der Verein "El Jardinet" beherbergt seine Katzen in Pflegefamilien. Vieler der zu betreuenden Katzen konnten gerettet werden, indem sie aus schlechten Haltungen befreit oder vor Tötungsaktionen gerettet wurden, da sie Firmen, Bauarbeiten oder auch Anwohnern ein Dorn im Auge sind.
Der Verein El Jardinet organisiert sehr, sehr viele Kastrationsaktionen in wild lebenden Katzenkolonien und ist sehr stark politisch engagiert, um das Leben der Samtpfoten Barcelonas zu verbessern.
Um seine Arbeit zu finanzieren verkauft der Verein viele supernette, überwiegend selbst her gestellte Artikel, die Sie selbstverständlich über uns beziehen können! Hier zur "Boutique" des Vereines!
 

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Der Verein "Gats Urbans" nimmt seine Katzen in Pflegefamilien auf. Der Verein hat ebenfalls kein Tierheim und ist auf die Hilfsbereitschaft von Privatleuten angewiesen. Diese Plätze sind aber rar, so dass sich in der Regel schnell eine Vielzahl an Katzen in den Hilfsfamilien befindet. Diese Hilfsfamilien bestehen aus einer Handvoll Personen, die sich Tag und Nacht für die Katzen einsetzen und meist am Rande ihrer körperlichen Kräfte sind. Sie nehmen vor allem Katzen auf, die immer wieder auf dem Berg "Montjuic" ausgesetzt werden und Hilfe brauchen. In der Regel reichen die vorhanden Aufnahmekapazitäten nur für die schlimmsten Fälle, sprich wenn Katzen in einem solch schlechten Zustand sind, dass Lebensgefahr besteht. Diese Katzen nehmen die engagierten Frauen dann mit, lassen sie tierärztlich versorgen und bringen sie in Pflegeplätzen unter, wenn ein Zurückbringen nach draußen nicht möglich ist. Das klingt, als würde es sich um wenige Katzen handeln, aber auch dieser Verein betreut in Pflegefamilien meist um die 80 Katzen und versorgt die vielen ausgesetzten Katzen auf dem Berg, stemmt die tierärztlichen Behandlungen und führt Kastrationsaktionen durch.
 

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Der Verein "SOS Gats" ist ein Verein, der sich aus Privatleuten gebildet hat, zu einer Zeit als in Barcelona begonnen wurde die Transrapidbahn durch eine der größten kontrollierten (kontrolliert bedeutet, dass die Katzen kastriert sind) Katzenkolonien zu bauen. Die Bauarbeiten begannen und unzählige Katzen wurde überrollt, verschüttet und schlimmer. Anwohner konnten nicht zusehen und begannen zu kämpfen. Ihr Kampf rettete und rettet noch vielen Katzen das Leben.
Der Verein engagiert sich besonders für die Kastration von Katzen, die kein Zuhause haben, und hilft überall da, wo Hilfe gebraucht wird! Berichte über das liebevoll betreute AVE-Gelände finden sie in unseren Reiseerzählungen!

 

 
Das Ave-Gelände, wohin vor allem wilde Katzen evakuiert werden konnten
  

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Das Tierheim "Protectora Villena" in der Nähe von Alicante hat ein wunderschönes Katzengehege auf seinem Gelände. Hier werden um die 30 Katzen betreut, die dort auf ein wundervolles Zuhause warten. Das Gehege ist zwar groß und liebevoll betreut, aber ein Zuhause kann es nicht ersetzen und für so manche Katze die schon sehr lange wartet schwindet oft die Hoffnung, irgendwann das Heim verlassen zu können. Seit Januar 2010 helfen wir nun hier und haben das Tierheim auch bereits persönlich kennen lernen dürfen.

 

 
Ein großes Freigehege und ein stets zugänglicher Wärmeraum

 

Zusätzlich arbeitet das Tierheim mit Pflegefamilien. Diese nehmen Katzen auf, die auf FIV und FelV positiv getestet worden sind, denn sie können aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht im Katzengehege integriert werden. Katzen die bald nach Deutschland reisen dürfen, weil Adoptanten auf sie warten, werden ebenfalls in Pflegefamilien aufgenommen, um sie besser beobachten und reisefertig machen zu können. Ein durch und durch fundiertes Konzept ist die Grundlage dieses Tierheimes.
Selbstverständlich werden auch Katzenkolonien mit frei lebenden Samtpfoten betreut und Kastrationsaktionen durchgeführt.

 

Wie kommen die Katzen nach Deutschland?

Mit den Informationen und Fotos der spanischen Tierschützer wird ein Vermittlungstext verfasst und wir stellen die Tiere auf unserer Homepage vor. Fleißige Teammitglieder stellen die Katzen dann zusätzlich in den verschiedensten Internetforen und Vermittlungsportalen ein und machen diese so einem breiten Publikum bekannt. 

Sobald sich eine geeignete Pflegestelle oder Familie gefunden hat, wird die Reise der glücklichen Kandidatinnen und Kandidaten nach Deutschland vorbereitet und sie können schon bald in eine neue Familie umziehen.

Die Katzen dürfen die Reise nach Deutschland jedoch nur antreten, wenn sie alle Einreisebestimmungen erfüllen und vor Ort gesund erscheinen. Katzen unter vier Monaten werden nicht auf die Reise nach Deutschland geschickt.
Alle Katzen werden gegen Tollwut, Katzenschnupfen, Katzenseuche und - soweit vom Alter her schon möglich - gegen Leukose grundimmunisiert. Katzen ab einem Alter von sechs Monaten sind bereits kastriert. Alle Katzen, die nach Deutschland reisen, sind per Mikrochip gekennzeichnet und besitzen einen internationalen Impfausweis. Außerdem wird jede Katze vor ihrer Reise auf FIV und Leukose getestet. Dieser Test wird je nachdem wie der jeweilige Tierarzt/die jeweilige Tierärztin des Vereines arbeitet per Schnelltest oder per Auswertung im Labor durchgeführt.
 

 

Wie wir arbeiten....

Ein Teil unserer Arbeit ist es, für die dargestellten Katzen ein Zuhause in Deutschland zu suchen. Aber das ist natürlich nicht alles.
Wir führen regelmäßig Hilfsfahrten durch. Das bedeutet, dass wir einen Kleinbus mit gesammelten Sachspenden beladen und uns auf den Weg nach Barcelona machen, um dringend benötigte Dinge wie Futter, Kratzbäume, Kissen, Quarantäneboxen, etc. zu bringen.
Wir unterstützen Kastrationsaktionen durch finanzielle Beteiligungen, damit die Katzenanzahl reduziert werden kann und der Tierschutz dauerhaft Wirkung zeigen kann.

 

In eigener Sache…

Wir wissen, dass es oftmals Kritik am Engagement für den Auslandstierschutz gibt.

Für uns spielt es keine Rolle, ob ein Tier in Spanien leidet oder in Deutschland. Es muss Abhilfe geschaffen werden und das darf nicht an Landesgrenzen einfach aufhören. Jeder spricht von Globalisierung, wir importieren Waren aus aller Herren Länder, wir bereisen den Süden jedes Jahr aufs Neue. Aber der Tierschutz hat plötzlich Landesgrenzen? Für uns nicht und deshalb sind wir sowohl im regionalen als auch im Auslandstierschutz immer mit viel Verantwortungsgefühl, Elan und Herzblut bei der Sache.
 

Wir hoffen, dass Sie nach unserer Schilderung nun genau informiert sind darüber, dass

  • die Tiere aus dem Ausland ebenso Hilfe benötigen und erhalten müssen wie die Tiere vor unserer Haustüre.
  • die Tierheime in Deutschland nicht mit Tieren aus dem Ausland "vollgestopft" werden, denn sie werden bei uns auf privaten Pflegeplätzen betreut.
  • man ruhig auch in Ländern den Tierschutz unterstützen darf, deren positive Seiten man bisher durch schöne Urlaube oder tolles Importobst kennt und gerne nutzt.
  • Und dass jeder mit anpacken und damit den Satz "man soll doch erst mal im eigenen Land helfen" gerne in die Tat umsetzen kann. Denn wie gesagt, es gibt auch im regionalen Tierschutz viel zu tun!

 

Liebe Leser, bitte unterstützen Sie uns in unserer Arbeit, damit das Leuchten in den Augen der geretteten Vierbeiner noch oft sichtbar wird und wir auch vor Ort die Lebensumstände für die Tiere verbessern können. Sei es, indem Sie einen unserer Schützlinge adoptieren, sich als Pflegestelle zur Verfügung stellen, sich mit einer Spende an unseren Kosten beteiligen oder eine Patenschaft übernehmen.


Wir können nur gemeinsam helfen!

 


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