Tierhilfe Verbindet e.V.


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Bir

 

 

Es gibt Momente im Leben,

da steht die Zeit für einen Augenblick still.

Und wenn sie sich dann wieder weiter dreht,

ist nichts mehr, wie es war...

 

 

 

Im Juli 2006 kam für den wunderschönen und überaus ängstlichen Rüden Bir endlich der Anruf, auf den wir schon sehnsüchtig gewartet hatten. Viel Geduld mussten wir, aber vor allem Bir aufbringen, bis das Telefon klingelte und ziemlich schnell klar war, dass ich soeben mit seiner zukünftigen Familie telefonierte. Wir vereinbarten einen Besuchstermin und es wurde ein sehr langer und angenehmer Abend.

Weil Bir in seinem bisherigen Leben leider nicht allzu viel Glück hatte und Menschen ihm nicht immer geheuer waren, haben wir mit unserer spanischen Tierschutzkollegin Monica vom Tierheim in Castellbisbal ausgemacht, dass seine neuen Eltern ihn dort besuchen, den ersten Kontakt zu ihm knüpfen und wenn alles passt, sie ihn als neues Familienmitglied mit nach Hause nehmen können.

Wir alle waren sehr gespannt und haben aufgeregt die Daumen gedrückt, denn seine neue Familie und auch wir haben so viel Hoffnung in dieses Kennen lernen gesetzt und uns nichts mehr gewünscht, als dass Bir endlich seine verdiente Chance bekommt.

 

 

 

Und es hat geklappt!!! Mit viel Zeit, liebevoller Geduld, dem richtigen Gespür für seine zarte Hundeseele, aber auch durch Hilfe von Hundetrainern und Hundeschule wurde aus einem ängstlichen Hund ein traumhafter Begleiter für alle Lebenslagen.

Seine Hundeeltern haben mich in der ganzen Zeit immer wieder mit begeisterten und stolzen E-Mails und Anrufen auf dem Laufenden gehalten und auch einige Fotos haben wir bekommen, auf den ein Strahlen in den Hundeaugen zu sehen ist.

 

 

Mit diesem Zuhause hat Bir so etwas wie einen Sechser im Lotto gewonnen, doch leider war es ihm nicht vergönnt diese Zeit länger zu genießen. Eines Abends kam der traurige Anruf, dass Bir nach kurzer schwerer Krankheit den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten hat. Seine Hundeeltern haben alles versucht, was in ihrer Macht stand, doch Bir konnte nicht länger bleiben und ist in ihren Armen für immer eingeschlafen…

 

Alle Menschen, die Bir und seine Geschichte kennen, können immer noch nicht glauben, dass er nun nicht mehr im Kreise seiner Familie ist. Besonders seine Hundefreundin Cherry hat sehr unter der plötzlichen Trennung von ihm gelitten.

 

Bir, von seinen Hundeeltern liebevoll „Biri“ genannt, hat in den letzten knapp zwei Jahren erfahren dürfen, dass das Leben viele positive Sonnenseiten zu bieten hat und es sich lohnt, den Menschen wieder zu vertrauen. Dies war das schönste Geschenk, das ihm seine Familie machen konnte!

 

 

Wir werden Biri nie vergessen, denn er hat einen festen Platz in unseren Herzen und ganz besonders in den Herzen seiner Familie…

Nadine Wilbert


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