Tierhilfe Verbindet e.V.


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Physiotherapie

PudelWohl

Meine Erlebnisse mit Salina und Sandro bei unserer hervorragenden Physiotherapeutin Frau Vogt
 

 

Ich glaube, mittlerweile wissen alle, wie es um Sandro und Salina steht, zwar nicht so genau wie ich vielleicht (auch wenn ich vielleicht nicht das tiermedizinische Wissen habe, sehe ich die beiden doch täglich), aber doch, dass sie Probleme mit der Hüfte haben, ist allseits bekannt. Beide haben bereits eine bzw. zwei OP(s) hinter sich und müssen jetzt ihre Muskeln aufbauen, um wieder wenigstens ansatzweise normal gehen zu können. Aber wie?!
Wie schon erwähnt, mit Tiermedizin kenn ich mich nicht so gut aus (auch wenn das natürlich ein Thema wäre, mit dem ich mich lieber in der Schule auseinandersetzen würde als z.B. mit dem Zellaufbau); woher soll ich dann wissen, wie ich die Übungen gestalten sollen? Außer der Anweisung des Arztes, dass sich Sandro nicht zu schnell bewegen darf und Salina unbedingt ihr linkes Bein belasten soll, weiß ich nichts.
 

Aber glücklicherweise gibt es professionelle Hilfe - eine Physiotherapeutin!
Vor den OPs waren wir bereits ein paar Mal mit Salina bei Frau Vogt in Zorneding bei München, um sie daran zu gewöhnen, Massagen zu bekommen oder allgemein sich erst mal überall anfassen zu lassen (die kleine Maus ist mit ihrem Körper nämlich sehr eigen!), und sie mit der größten Attraktion dort anzufreunden: dem Wasserlaufband!
 

 


Ich wusste zuerst nicht, was es damit auf sich hat. Deshalb gehe ich davon aus, dass Sie ebenfalls nicht wissen, was man sich unter einem Wasserlaufband vorzustellen hat. Ich würde es wie eine Art Glaswanne beschreiben, die man an einer Seite öffnen kann. Auf dieser dann aufgeklappten Seite kann der Hund ins Innere der Wanne gelangen, der Boden ist das Laufband. Die Klappe wird wieder zugemacht und mit einer Pumpe von unten Wasser in die Wanne befördert. Klar dass das nicht jedem Hund gefällt, plötzlich im Wasser zu stehen, aber Sandro und Salina finden das - so wie ich das sehe - nach anfänglichem Respekt ganz lustig. Weniger lustig ist dann natürlich, wenn das Laufband losgeht: Da muss man ja gehen, um an die Leckerlis zu kommen, die irgendjemand da vorne hinhält! Also gehen die beiden los und haben Erfolg: Das erste Leckerli ist schon mal weg! Da ist es auch gar nicht mehr so schlimm, wenn man gehen muss! Doch Salina mogelt, das Bein, das sie belasten soll (hinten links), zieht sie im Wasser einfach mit - warum aufsetzen, wenn’s auch anders geht?! Also muss Frau Vogt sich in die Wanne hängen und Salinas Beine führen, denn durch die Glaswand können wir alles sehen und die kleine Maus kann uns nicht täuschen. Aber mittlerweile hat sie das glaube ich auch kapiert und setzt brav ihr Bein auf (wenigstens meistens).
Sandro hat das von Anfang an besser verstanden, aber er hat ja auch einen Muskel mit dem etwas anzufangen ist.
 

 


Nach dem Laufbandtranig wird erst mal abgetrocknet und dann unter Rotlicht gründlich massiert. Wie bereits erwähnt lässt sich Salina meistens nicht ohne Protest anfassen. Ist ja auch schlimm, wenn man immer in der Angst leben muss, dass jemand in seine Hüfte rennt und man sie danach nicht mehr bewegen kann. Dann lieber einmal zu viel geknurrt. Wenn Salina aber merkt, dass ihr niemand etwas böses will und dass die Massage vielleicht doch ganz angenehm ist, entspannt sie sich dann doch. Das Laufen war ja auch sehr mühsam! Sandro dagegen ist immer, soviel ich mitbekommen habe, relativ unruhig. Darf man aber auch sein, wenn man in dem unglücklichen Zustand ist, so jung zu sein und schon eine kaputte Hüfte zu haben! Es ist doch viel lustiger draußen zu spielen als massiert zu werden, das ist nur etwas für alte Leute! ;D
Und jetzt kommen wir zu den Übungen, die ich auch daheim machen kann. Einmal das Trampolin:
 


Salina stellt sich in die Mitte und ich stehe über ihr. Dann verlagere ich mein Gewicht mal auf des eine Bein, mal auf das andere. Salina muss so immer ausgleichen und so zwangsläufig ihr linkes Bein auch belasten (wenn sie nicht grade ihre Hinterbeine so nah zusammen stellt, dass sie auch nur das Rechte belasten kann, aber da braucht man einfach Geduld und muss ihre Beine halt immer wieder auseinander stellen).
So eine ähnliche Übung kann man auch einfach mal so zwischendurch machen:
Entweder - was man auch beim Stepp oder bei einer Treppenstufe machen kann - ihre Beine auseinander stellen oder das rechte Bein so anheben, dass sie ihr Gewicht nicht auf dieses verlagern kann.
Mit Sandro kann man auch eine Übung auf dem Stepp machen:
Wenn er mit den Vorderpfoten auf dem Stepp ist, drücke ich leicht mit einer Hand gegen eine Hüfte, dann drückt er automatisch dagegen und baut so weiter seine Muskeln auf.
Und natürlich noch die Übung, die am meisten Spaß macht: um einen Knochen ringen!
 

 

 

Eigentlich sind die Übungen gar nicht so schwer und es macht auch Spaß, mit den beiden Rackern zu trainieren, aber woher soll man eben wissen wie?!
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Frau Vogt bedanken, weil sie uns dies alles gezeigt hat, massiert und ihr Wasserlaufband zur Verfügung stellt. Ich glaube, so werden die beiden das schaffen und sich letztendlich „pudel-wohl“ fühlen!
Immerhin dürfen die Mäuse zwei- bis dreimal die Woche hin, einmal mit Tina (Frau Hamp, bei der die beiden wohnen), einmal mit Frau und Herrn Schmitz (auch eine Pflegestelle) und einmal schließlich mit Fidel (meiner Freundin aus dem Team) und ihrer Mutter Ulla, bei denen ich manchmal mitfahren kann.
 

Da seht Ihr’s, Sandro und Salina, so viele helfen Euch! Ich bin sicher, Ihr beide werdet dieses Hindernis schon packen! Und entweder danach, oder noch besser während Ihr noch kämpft, werdet Ihr eine Familie finden, die Euch von ganzem Herzen unterstützt!
 

Ich glaub an Euch,
Rike
 


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